Lexikon: Photovoltaik-Begriffe einfach erklärt
Grundbegriffe
Photovoltaik (PV)
Direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mithilfe von Solarzellen – die Basistechnologie jeder Solaranlage.
Kilowatt-Peak (kWp)
Maßeinheit für die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter genormten Testbedingungen. Sie beschreibt die maximale Leistung, nicht den tatsächlichen Ertrag, der von Standort, Ausrichtung und Wetter abhängt.
Eigenverbrauch
Der Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im eigenen Haushalt oder Betrieb genutzt wird, statt ins Netz eingespeist zu werden.
Autarkiegrad
Der Anteil des gesamten Strombedarfs, der durch die eigene Photovoltaikanlage (ggf. mit Speicher) gedeckt wird – zu unterscheiden vom Eigenverbrauchsanteil, der sich auf den erzeugten Strom bezieht.
Ertragsprognose
Eine auf Standortdaten, Ausrichtung, Neigung und Verschattung basierende Berechnung des zu erwartenden Stromertrags einer Anlage – Grundlage jeder seriösen Wirtschaftlichkeitsrechnung. Mehr zu unserer Methode im Ratgeber „So planen Sie Ihre Photovoltaikanlage effizient„.
Technik & Komponenten
Wechselrichter
Wandelt den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom (DC) in netzkonformen Wechselstrom (AC) um, der im Haushalt genutzt oder ins Netz eingespeist werden kann.
Modulwirkungsgrad
Das Verhältnis von eingestrahlter Sonnenenergie zu tatsächlich erzeugtem Strom eines Solarmoduls, angegeben in Prozent. Moderne Module erreichen üblicherweise Wirkungsgrade im Bereich von rund 20 bis 23 %.
Stromspeicher / Batteriespeicher
Speichert tagsüber erzeugten Solarstrom, der nicht sofort verbraucht wird, und gibt ihn bei Bedarf wieder ab – etwa abends oder nachts. Details in unserem Produktbereich Stromspeicher.
Energiemanagementsystem (EMS)
Steuert und optimiert den Energiefluss zwischen Solaranlage, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe und weiteren Verbrauchern, um den Eigenverbrauch zu maximieren. Mehr dazu im Produktbereich Energiemanagement.
Wallbox
Eine fest installierte Ladestation für Elektrofahrzeuge, die im Vergleich zur Haushaltssteckdose deutlich höhere Ladeleistungen und intelligente Steuerung ermöglicht.
Balkonkraftwerk
Auch Mini-PV-Anlage oder Steckersolargerät genannt: eine kompakte Photovoltaiklösung mit meist ein bis zwei Modulen, die einfach an Balkon, Terrasse oder Fassade montiert und über eine Steckdose ins Hausnetz eingespeist wird. Details im Produktbereich Balkonkraftwerk.
String
Eine Reihenschaltung mehrerer Solarmodule innerhalb einer Photovoltaikanlage. Größere Anlagen bestehen meist aus mehreren Strings.
Netz & Messung
Netzverknüpfungspunkt
Die technische Schnittstelle, an der eine Photovoltaikanlage an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wird.
Überschusseinspeisung
Betriebsart, bei der zunächst der eigene Strombedarf gedeckt wird und nur der nicht selbst verbrauchte Überschuss ins Netz eingespeist wird – der in Deutschland übliche Regelfall.
Volleinspeisung
Betriebsart, bei der der gesamte erzeugte Solarstrom ins Netz eingespeist wird, statt ihn selbst zu verbrauchen – meist bei speziellen Tarifmodellen relevant und mit einer höheren Einspeisevergütung je Kilowattstunde verbunden als die Überschusseinspeisung.
Smart Meter (intelligentes Messsystem)
Ein digitaler Stromzähler mit Kommunikationseinheit, der Erzeugung und Verbrauch in kurzen Intervallen erfasst – Voraussetzung für viele moderne Tarif- und Steuerungsmodelle.
Marktstammdatenregister (MaStR)
Das zentrale, staatlich geführte Register der Bundesnetzagentur, in dem jede Photovoltaikanlage in Deutschland – auch Balkonkraftwerke – registriert werden muss.
Förderung & Recht
EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)
Das zentrale deutsche Gesetz, das unter anderem die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen regelt. Aktuelle Sätze und Änderungen finden Sie in unserem Ratgeber „Photovoltaik-Förderung 2026„.
Einspeisevergütung
Die gesetzlich garantierte Vergütung, die Anlagenbetreiber pro eingespeister Kilowattstunde Solarstrom vom Netzbetreiber erhalten. Die Höhe richtet sich nach dem EEG und sinkt seit 2024 halbjährlich um jeweils ein Prozent für neue Anlagen.
Direktvermarktung
Der Verkauf von Solarstrom direkt über einen Vermarkter statt über die gesetzliche Einspeisevergütung – meist erst ab einer bestimmten Anlagengröße vorgeschrieben oder wirtschaftlich sinnvoll. Ausführlich erklärt in unserem Ratgeber „Direktvermarktung von Photovoltaik-Strom„.
Ihr Begriff fehlt oder Sie haben Fragen?
Sprechen Sie uns an – wir erklären Ihnen gerne alle Fachbegriffe rund um Ihr Solarprojekt persönlich und verständlich.